Finanzierung

Seit 1991 erhebt die Branchenorganisation auf PET-Einweggetränkeflaschen ohne Pfand einen vorgezogenen Recyclingbeitrag (VRB). Damit finanziert er die Rückführung von gebrauchten PET-Einweggetränkeflaschen in den Wirtschaftskreislauf. Der VRB stellt ein reines Finanzierungsinstrument dar. Gewinn- oder Lenkungsziele werden keine verfolgt. Im Jahr 2004 nahm PET-Recycling Schweiz rund 44 Mio. Franken zur Finanzierung des Systems ein. Diese Mittel wurden für Sortierung, Transport, Administration / Sammelbehälter und Kommunikation verwendet.

Seit Januar 2007 beläuft sich der vorgezogene Recyclingbeitrag für alle PET-Einwegetränkeflaschen ohne Pfand auf 1.8 Rappen pro Flasche. Der seit Juli 2000 gültige Recyclingbeitrag von 4 Rappen wird abgelöst. Die Kostensenkung beeinflusst haben die heute viel höheren Marktpreise für PET und der Beitritt von Denner AG zur Branchenorganisation. Damit erzielt die PET-Recycling Schweiz höhere Einnahmen. Ausserdem werden die Leistungspakete anders geschnürt und abgegolten: Insbesondere können die Transportentschädigungen gesenkt werden, weil der Handel und die Abfüller diese neu zum grössten Teil selber tragen.

Die Entsorgungskosten für Rückführung, Sortierung und Pressen der gebrauchten PET-Flaschen lagen im Jahr 2004 bei Fr. 1.02 pro Kilo - das sind 13 Rappen weniger als noch 2003.

Ein Blick über die Grenzen zeigt, dass für die Entsorgung von einem Kilogramm PET in Deutschland Fr. 2.05 und in Österreich Fr. 2.15 (umgerechnet) aufgewendet werden.