Was spricht gegen eine Pfandeinführung?

Gemäss Bundesamt für Umwelt (BAFU) kommt ein Pfand sehr teuer: Bei einem Pfand auf kleinen PET-Flaschen müsste mit Kosten von 8-16 Rp. pro verkaufte Pfandflasche zur Finanzierung des Pfandsystems (Organisationskosten) gerechnet werden.
Mit der Pfandeinführung wird eine intakte, bewährte und bequeme Rücknahme-Infrastruktur liquidiert. PET-Recycling Schweiz baut das Sammelstellennetz ständig aus.
Das PET-Recycling würde komplizierter und zeitaufwändiger für Händler, Geschäfte und Konsumentinnen und Konsumenten.
Mit einer Pfandeinführung werden diejenigen bestraft, die PET richtig rezyklieren. Wichtiger ist es, den richtigen Umgang mit dem Wertstoff PET zu fördern.
Es ist zu befürchten, dass der Handel verstärkt auf Alternativmaterialien mit schlechteren Ökobilanzen umsteigt. PET ist ein ökologisch hochwertiges Material und kann optimal wiederverwertet werden.
Es besteht teilweise auch die Absicht, mit einem Pfand das Littering (achtloses Wegwerfen oder Liegenlassen von Abfall) zu bekämpfen. PET-Getränkeflaschen machen jedoch nur 5 Prozent des Litterings aus, 95 Prozent bleiben bestehen. Das Pfand auf PET ist also keine sinnvolle Massnahme gegen das Littering. PET-Recycling Schweiz unterstützt und fördert trotzdem Anti-Littering-Kampagnen.