Fremdstoffe in PET-Flaschen
Bei besorgten Verbrauchern kommt immer wieder die Frage auf, ob PET-Flaschen gesundheitsgefährdende Substanzen an ihren Inhalt abgeben (Migration). PET-Recycling Schweiz beobachtet diese Thematik als Sammelorganisation intensiv. Die «Fachgruppe Systemkonformität» engagiert sich für einen reibungslosen Recyclingkreislauf und gibt bereits seit einigen Jahren Empfehlungen an die Marktteilnehmer ab.
Durch den Fortschritt in der analytischen Chemie werden Stoffe in immer tieferen Konzentrationen nachgewiesen. Heute können bereits Spuren im Nano- (10-9g) oder gar Picogramm (10-12g) -Bereich erkannt werden. In der Diskussion über den Konsum von Lebensmitteln wird oft vergessen, dass die Nachweisbarkeit einer Substanz zunächst nichts über die Gefahren aussagt. Für den Menschen ist die Anwesenheit von Stoffen im Konzentrationsbereich unterhalb von einigen Mikrogramm bis Nanogramm in den meisten Fällen völlig belanglos.
Acetaldehyd (AA)
In PET-Flaschen kann sich AA bei der Herstellung und Lagerung bilden. Der Migrationsgrenzwert liegt in der Schweiz und in der EU bei 6 mg/kg. Bis heute lagen die gefundenen Werte stets weit unter den gesetzlichen Vorschriften.
» Faktenblatt zu Acetaldehyd
Antimon
Das BAG schätzt das Risiko beim Konsum grosser Mengen antimonhaltigen Wassers als minim ein und kommt zum Schluss: «Das Gesundheitsrisiko durch Migration von Antimon aus der PET-Verpackung in Mineralwasser ist somit vernachlässigbar klein.»
» Faktenblatt zu Antimon
Weichmacher
In einer umfassenden Studie hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) aufgezeigt, dass die gemessenen minimen östrogenen Aktivitäten in Mineralwässern, die in der Schweiz verkauft werden, für den Verbraucher kein gesundheitliches Risiko darstellen. Zwischen Mineralwässern in PET- und in Glasflaschen konnte zudem kein Unterschied festgestellt werden.
» Faktenblatt zur BAG-Studie vom 4.4.2011
» Faktenblatt zu Weichmachern (EMPA / SODIS)
» Faktenblatt zu Umwelthormonen
Bisphenol A (BPA)
Bisphenol A (BPA) ist eine synthetische Substanz und wird für die Herstellung von verschiedenen Polycarbonat-Kunststoffen und Kunstharzen verwendet. Bei der Herstellung von PET-Flaschen wird kein Bisphenol A verwendet.
» Faktenblatt Bisphenol-A
Fremdstoffe allgemein
Fremdstoffe in Getränkeverpackungen führen häufig zu kontroversen Diskussionen. PET-Recycling Schweiz als Sammelorganisation weist in diesem Zusammenhang auf grundsätzliche Punkte hin.
» Bewertung von Fremdstoffen allgemein

