Degenfechter Max Heinzer zählt zu den besten der Welt. Privat ist der 29-Jährige ein begeisterter Fischer, der sich gerne für den Umweltschutz einsetzt.

2016 PET-Recycling Schweiz Portrait Max Heinzer
Degenfechter Max Heinzer (Bild: Augusto Bizzi)

Du gehörst zur Weltspitze im Fechten und warst an den Olympischen Spielen in London und Rio. Welches ist dein nächstes Karriereziel?
Max Heinzer: Es gibt viel, was ich noch erreichen will. Ich möchte in der nächsten Saison den Gesamtweltcup der Degenfechter gewinnen. Dafür muss ich an den Weltcupturnieren konstante Leistungen zeigen.

Machst du dir auch Gedanken über eine Zeit nach dem Fechten?
Natürlich. Dabei spielt mein Bachelor in Sportwissenschaft, den ich an der Universität Basel gemacht habe, eine wichtige Rolle. Ich kann
mir gut vorstellen, ins Sportmanagement einzusteigen.


Fechten ist dein Beruf. In deiner Freizeit gehst du am liebsten fischen. Wieso das?
Das Fischen brauche ich zum Abschalten. Vor allem aber fasziniert mich die Natur, die ich auf meinem Fischerboot auf dem Zugersee besonders intensiv geniessen kann.

Engagierst du dich persönlich für den Umweltschutz?
Als Fischer ist mir die Bedeutung einer intakten Umwelt seit Langem bewusst. Wir Fischer leisten einen wesentlichen Beitrag zur Pflege der Gewässer. Zum Beispiel säubern wir Uferbereiche von herumliegendem Abfall oder unterstützen die Seeforellen beim Laichen: Zusammen mit den Fischereiaufsehern des Kantons Zug war ich im letzten Herbst in der Zuger Lorze, um die laichbereiten Seeforellen elektrisch abzufischen. So konnten wir die Eier künstlich befruchten und einen ganzen Jahrgang sichern, nachdem heftige Unwetter die naturgeschlüpften Jungfische vernichtet hatten. Nach der Aktion liessen wir die Muttertiere natürlich wieder frei.

Wie hältst du es zu Hause mit der Abfalltrennung?
Ich gebe mir zumindest Mühe … (lacht) – Im Ernst: Wer seinen Abfall bereits zu Hause möglichst gut trennt, leistet einen bedeutenden Beitrag an eine intakte Umwelt. Die leeren PET-Getränkeflaschen bringe ich dann jeweils beim Einkaufen in den Laden zurück, das ist für mich am bequemsten.

Was können prominente Personen bewirken, wenn sie sich öffentlich für eine Sache, zum Beispiel für den Umweltschutz, einsetzen?
Man darf die Vorbildwirkung von Promis sicherlich nicht überschätzen. Aber wir haben dank unserer Prominenz die Möglichkeit, gerade junge
Menschen auf gesellschaftlich wichtige Themen direkt anzusprechen und dafür zu sensibilisieren. Für mich aber ist klar: Wer sich öffentlich für
eine Sache einsetzt, sollte auch persönlich dahinterstehen.

2016 PET-Recycling-Schweiz Max Heinzer
Im Gefecht: Max Heinzer (rechts) an den diesjährigen Europameisterschaften in Polen. (Bild: ZVG)