Die Motion «Dringender Handlungsbedarf beim System der Rücknahme und dem Recycling von Elektro-Altgeräten » wurde vom Ständerat mit 36 zu 4 Stimmen angenommen. Als Nächstes ist die Umwelt-Kommission des Nationalrats am Zug.

Stimmt der Nationalrat der Motion ebenfalls zu, würde die bisherige freiwillige Branchenlösung beim Elektround Elektronikrecycling durch ein «Obligatorium mit Befreiungsmöglichkeit » ersetzt. Wer Geräte importiert, herstellt oder verkauft, müsste demnach eine vorgezogene Entsorgungsgebühr an eine vom Bundesamt für Umwelt beauftragte private Organisation bezahlen. Befreit wäre, wer sich einem freiwilligen Recyclingsystem anschliesst. Der Ständerat reagierte damit auf die Ankündigung namhafter Teilnehmer, das freiwillige System zu verlassen, falls keine Massnahmen gegen Trittbrettfahrer ergriffen würden. Aufgrund von Trittbrettfahrern entgehen den zuständigen Recycling-Organisationen jährlich mehrere Millionen Franken. Der Zuger CVP-Ständerat Peter Hegglin, der im Dezember 2016 auf die Problematik aufmerksam gemacht hatte, zeigte sich damit zufrieden und zog sein ursprüngliches Postulat zurück.

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