Seit diesem Jahr ist auch Stan Wawrinka offizieller Botschafter der Kampagne «Ich trenne.» von Swiss Recycling. Warum ihm dieses Engagement wichtig ist und was er selbst zu Hause alles trennt, verrät er im Interview.

PETflash: Stan Wawrinka, was hat Sie dazu bewogen, bei der Kampagne «Ich trenne.» von Swiss Recycling mitzumachen?

Stan Wawrinka*: Ganz einfach, weil es eine gute Sache ist, sich für etwas zu engagieren, das uns alle angeht. Ich lege grossen Wert darauf, dass ich mich nur dann für ein Anliegen einsetze, wenn ich zu 100 Prozent dahinter stehen kann. Und das ist hier genau der Fall.

 

Wie bedeutet Recycling für Sie persönlich?

Das ist mir sehr wichtig. Wir haben eine grosse Verantwortung gegenüber unseren Kindern und ganz allgemein gegenüber den nächsten Generationen. Wir müssen an die Zukunft denken und alles unternehmen, um die Umwelt zu schützen und zu erhalten.

 

Was trennen Sie bei sich zu Hause?

Als Sportler trinke ich sehr viel Wasser, so dass jeden Tag einige leere PET-Getränkeflaschen zusammenkommen. Aber auch meine Tochter weiss schon genau, wo sie ihre leeren PET-Getränkeflaschen entsorgen muss. Und natürlich sammeln wir Zeitungen, Zeitschriften, weiteres Papier und Karton, um separat zu entsorgen. Dazu kommen Glas, Aluminium und Batterien. Zusätzlich sortieren wir unsere nicht mehr gebrauchten Kleider aus und übergeben sie einer karitativen Institution.

 

Wie wird in der Welt des Sports und insbesondere im Tennis mit Recycling umgegangen?

Beim letzten Roland-Garros-Turnier in Paris ist mir aufgefallen, dass PET-Getränkeflaschen und Papier gesammelt wurden. Das ist bei einem solchen Anlass besonders wichtig, wenn man bedenkt, wie viel Wasser an einem Turnier getrunken wird. Aber man könnte sicher noch mehr machen. Ehrlich gesagt, weiss ich gar nicht, ob man Tennisschuhe oder andere Materialien, die wir Tennisspieler verwenden, ebenfalls wiederverwerten könnte?

 

Was fällt Ihnen betreffend Recycling auf, wenn Sie auf der ganzen Welt unterwegs sind?

Recycling nimmt in Ländern wie der Schweiz, Deutschland oder Österreich bereits heute einen hohen Stellenwert ein. In vielen anderen, vor allem ärmeren Regionen zeigt sich einem aber ein völlig anderes Bild. Recycling hat an vielen Orten gar keine Priorität. Umso trauriger macht es mich, wenn ich bei meinen Reisen sehe, wie überall leere Plastikflaschen in der Natur herumliegen.

 

Was kann die Schweiz noch von anderen Ländern lernen?

In der Schweiz ist das Recycling schon sehr weit fortgeschritten. Ich würde mir höchstens wünschen, dass man die gezielte Verwertung von organischen Materialien wie Grünabfällen oder Lebensmitteln noch verbessern würde. Oder noch besser: möglichst gar keine Esswaren wegwerfen.

 

Was geschieht mit Ihren alten Tennis Rackets?

Meistens übergebe ich diese karitativen Organisationen, wie etwa dem Schweizerischen Roten Kreuz oder der Stiftung «Let It Beat», bei der ich ebenfalls Botschafter bin.