Pfand
Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) kann bei Unterschreitung der Verwertungsquote ein Pfand auf PET-Getränkeverpackungen einführen. Die Verwertungsquote wurde bei 75 Prozent festgesetzt. Die Verwertungsquote liegt in der EU bei 22,5 Prozent (94/62/EG). Die Branchenorganisation PET-Recycling Schweiz erreichte im Jahr 2009 eine Quote von 81 Prozent. Seit Januar 2007 gehören auch Denner AG und Aldi Suisse AG der Branchenorganisation PET-Recycling Schweiz an und beteiligen sich am landesweiten Service public. Damit bekennen sie sich zu einer marktwirtschaftlichen Lösung und stellen sich gegen eine staatlich vorgezogene Entsorgungsgebühr.
Argumente gegen eine Pfandeinführung
- Gemäss Bundesamt für Umwelt (BAFU) kommt ein Pfand sehr teuer: Bei einem Pfand auf kleinen PET-Flaschen müsste mit Kosten von 8-16 Rp. pro verkaufte Pfandflasche zur Finanzierung des Pfandsystems (Organisationskosten) gerechnet werden.
- Mit der Pfandeinführung wird eine intakte, bewährte und bequeme Rücknahme-Infrastruktur liquidiert. PET-Recycling Schweiz baut das Sammelstellennetz ständig aus.
- Das PET-Recycling würde komplizierter und zeitaufwändiger für Händler, Geschäfte und Konsumentinnen und Konsumenten.
- Mit einer Pfandeinführung werden diejenigen bestraft, die PET richtig rezyklieren. Wichtiger ist es, den richtigen Umgang mit dem Wertstoff PET zu fördern.
- Es ist zu befürchten, dass der Handel verstärkt auf Alternativmaterialien mit schlechteren Ökobilanzen umsteigt. PET ist ein ökologisch hochwertiges Material und kann optimal wiederverwertet werden.
- Es besteht teilweise auch die Absicht, mit einem Pfand das Littering (achtloses Wegwerfen oder Liegenlassen von Abfall) zu bekämpfen. PET-Getränkeflaschen machen jedoch nur 5 Prozent des Litterings aus, 95 Prozent bleiben bestehen. Das Pfand auf PET ist also keine sinnvolle Massnahme gegen das Littering. PET-Recycling Schweiz unterstützt und fördert trotzdem Anti-Littering-Kampagnen.









