Fremdstoffe

Fremdstoffe (oder Substanzen) in Lebensmitteln und Trinkwasser führen häufig zu kontroversen Diskussionen. PET-Recycling Schweiz beobachtet diese Thematik als Sammelorganisation intensiv. Allgemein lässt sich sagen, dass die Nachweisbarkeit einer Substanz zunächst nichts über deren Gesundheitsrisiko aussagt. Betreffend Gefährdungspotenzial für den Menschen ist die Anwesenheit von Stoffen im Konzentrationsbereich unterhalb von einigen Mikrogramm bis Nanogramm in den meisten Fällen völlig belanglos. Nur weil ein Stoff nachgewiesen werden kann, ist er noch lange nicht gesundheitsschädigend. Entscheidend ist die Dosis!
In der Schweiz unterliegen Mineralwasser und Lebensmittel gesetzlichen Vorlagen. Die Einhaltung festgelegter Grenzwerte wird vom BAG streng kontrolliert.

Acetaldehyd (AA)

In PET-Flaschen kann sich AA bei der Herstellung und Lagerung bilden. Der Migrationsgrenzwert liegt in der Schweiz und in der EU bei 6 mg/kg. Bis heute lagen die gefundenen Werte stets weit unter den gesetzlichen Vorschriften.

Antimon

Das BAG schätzt das Risiko beim Konsum grosser Mengen antimonhaltigen Wassers als minim ein und kommt zum Schluss: «Das Gesundheitsrisiko durch Migration von Antimon aus der PET-Verpackung in Mineralwasser ist somit vernachlässigbar klein.

Benzol

Benzol (auch Benzen) ist eine organisch-chemische Kohlenwasserstoff-Verbindung. Von Natur aus kommt sie in Erdöl, Erdgas und Steinkohle vor und entsteht bei Verbrennungsprozessen. Normalerweise wird Benzol über die Atemluft (Emissionen von Autos und Heizungen und Tabakrauch) aufgenommen. Aufgrund der weiten Verbreitung sind Spuren von Benzol häufig in Wasser und Lebensmitteln zu finden. Die gesundheitlichen Risiken, die mit dem Konsum von Mineralwasser verbunden sind, werden als gering eingestuft.

Bisphenol A (BPA)

Bisphenol A (BPA) ist eine synthetische Substanz und wird für die Herstellung von verschiedenen Polycarbonat-Kunststoffen und Kunstharzen verwendet. Bei der Herstellung von PET-Flaschen wird kein Bisphenol A verwendet.

Nanotechnologien

Unter Nanotechnologie wird ein Vielzahl von verschiedenen Technologien und Materialen zusammengefasst, die im Nanometermassstab (1 Nanometer = 1 milliardstel Meter) angesiedelt sind. Nanotechnologien werden heute vor allem in Kosmetikprodukten, Lacken und Farben, Lebensmittelverpackungen und in Textilien eingesetzt. Alle bisherigen Studien zu Nanomaterialen in Lebensmittelverpackungen und Textilien mit PET-Anteil kommen zum Schluss, dass ein Übertreten von Nanopartikel auf die Lebensmittel oder auf den Menschen weitgehend ausgeschlossen werden kann.

Umwelthormone und Östrogene Aktivitäten

In einer umfassenden Studie hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) aufgezeigt, dass die gemessenen minimen östrogenen Aktivitäten in Mineralwässern, die in der Schweiz verkauft werden, für den Verbraucher kein gesundheitliches Risiko darstellen. Folglich konnte zwischen Mineralwässern in PET- und in Glasflaschen kein Unterschied festgestellt werden. Das liegt daran, dass die gemessenen hormonaktiven Stoffe über andere Wege in das Wasser gelangen. Denn bei der Herstellung von PET-Getränkeflaschen werden keine hormonaktiven Stoffe und Weichmacher eingesetzt.

Informationen zu Studien:

Uran

Uran ist ein auf der Erde natürlich vorkommendes Element und ist in verschiedenen Gesteinen und Mineralien sowie in Wasser, im Boden und in der Luft enthalten. Uran kann auf zwei Wegen in Lebensmittel gelangen: durch natürliche Prozesse oder durch menschliches Einwirken. Da Uran wasserlöslich ist, wird der Uran-Gehalt von Wasser massgeblich durch die regionale Herkunft bestimmt und steht in keinem Zusammenhang mit der Lebensmittelverpackung.