Engagiert gegen die Flaschenflut

Seit 15 Jahren führt Daniel Burgi in Nepal das Kinderhilfswerk Himalayan Life. Als Teil davon baute er 2013 die einzige PET -Recycling- Anlage in Nepal, um das soziale Engagement mit dem Einsatz für die Umwelt zu verbinden.

Die von Himalayan Life in Pokhara gebaute PET-Recycling-Anlage wurde im Juli 2013 in Betrieb genommen. Unter dem Namen «Mountain Plastic» werden hier rund 40 Millionen PET-Getränkeflaschen pro Jahr verarbeitet. «Das so gewonnene Granulat lässt sich wieder für Getränkeflaschen nutzen», erklärt Himalayan-Life-Gründer Daniel Bürgi. Insgesamt sei in der Vergangenheit für rund 20 Firmen PET-Granulat hergestellt worden. «Im Durchschnitt stehen 70 Mitarbeitende für dieses Projekt im Einsatz, darunter viele randständige Frauen und Jugendliche von der Strasse im Alter von 15 bis 18 Jahren, die hier ausgebildet werden.»

Rund 40 Millionen PET-Getränkeflaschen pro Jahr gehen in der Recyclinganlage in Pokhara übers Förderband.
Rund 40 Millionen PET-Getränkeflaschen pro Jahr gehen in der Recyclinganlage in Pokhara übers Förderband.

Umweltverschmutzung im Himalaya-Gebirge

Die gebrauchten PET-Getränkeflaschen wurden gemäss Daniel Bürgi in der Vergangenheit primär rund um Pokhara eingesammelt. «Mittlerweile haben wir das Sammelgebiet so weit ausgedehnt, dass in der Anlage von Himalayan Life etwa 10 bis 12 Prozent des in ganz Nepal anfallenden PET-Materials verarbeitet werden können. Die Umweltverschmutzung im Himalaya wird durch wild entsorgte Flaschen immer grösser. Für 2020 rechnet Nepal mit 2 Millionen Touristen und mit 80 Millionen PET-Getränkeflaschen, die entsorgt werden müssen.» Die Befreiung der Berggebiete und der Nationalparks vom Plastikabfall sei für Himalayan Life seit langer Zeit ein wichtiges Engagement. «Mit dem Preiszerfall von R-PET letztes Jahr ist dieser Aspekt stark gefährdet – die kostenintensive Sammlung mussten wir teilweise sogar einstellen, so dass nun wilde Deponien drohen.» Das sei auch für die Öffentlichkeit in Nepal ein Rückschlag, weil das Projekt vor Ort bestens etabliert war.

Keine schönen Aussichten: Wilde Deponien nehmen zu.
Keine schönen Aussichten: Wilde Deponien nehmen zu.

Himalayan Life braucht Unterstützung

Damit sich Himalayan Life auch in Zukunft für Menschen und Natur einsetzen kann, ist das Projekt auf Spenden angewiesen. Auch PET-Recycling Schweiz hat sich schon mit mehreren tausend Franken engagiert. Wer mithelfen will, kann das über den folgenden Link tun, bitte mit dem Vermerk «Nationalpark».


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