Der geschlossene Flaschenkreislauf ist die höchste Stufe des PET-Recyclings. Dank ihm können aus leeren wieder neue PET-Getränkeflaschen hergestellt werden. Im Vergleich zur Entsorgung im Abfallsack und der damit verbundenen PET-Neuproduktion kann die Gesamtumweltbelastung um 74 Prozent reduziert werden. PET-Recycling Schweiz ist stolz darauf, dass wir zusammen mit unseren Partnern der Logistik, der Sortierzentren und der Recyclingwerke sämtliche Verarbeitungsschritte in der Schweiz durchführen können. Mit diesen Investitionen helfen wir nicht nur der Umwelt, sondern schaffen auch Arbeitsplätze und sorgen dafür, dass wertvolle Rohstoffe in der Schweiz bleiben. Ausserdem ermöglicht es PET-Recycling Schweiz dadurch die Kontrolle über die Finanz- und Warenströme zu behalten und ein transparentes Recyclingsystem anzubieten.

Der geschlossene Flaschenkreislauf ist die höchste Stufe des PET-Recyclings.
Der geschlossene Flaschenkreislauf ist die höchste Stufe des PET-Recyclings.
  1. Abfüllung und Verkauf

    2016 gelangten in der Schweiz 45‘454 Tonnen PET-Getränkeflaschen in den Verkauf. Damit ist die PET-Getränkeflasche die mit Abstand beliebteste Getränkeverpackung. Umso wichtiger ist es, dass das Recycling den grösstmöglichen Nutzen für die Umwelt erzielt.

  2. Sammlung

    Rund 1,3 Milliarden PET-Getränkeflaschen wurden 2016 von der Bevölkerung an die Sammelstellen zurückgebracht. Ein kleiner Teil wird im Haushaltsabfall, in öffentlichen Abfallkübeln oder in gemischten Kunststoffsammlungen entsorgt. Diese Flaschen gehen für den geschlossenen Flaschenkreislauf unwiederbringlich verloren. Um einen möglichst grossen Umweltnutzen zu erzielen, ist es wichtig, dass möglichst viele PET-Getränkeflaschen separat gesammelt werden. Den Konsumentinnen und Konsumenten stehen dafür über 50‘000 Sammelstellen zur Verfügung.

  3. Rücktransport

    Der Rücktransport erfolgt, wenn immer möglich, per Bahn. Der Transport per Bahn entlastet die Strassen und hilft der Umwelt. Bei der PET-Sammlung im Detailhandel werden rund 50 Prozent aller Überführungen per Bahn gemacht. PET-Recycling Schweiz arbeitet ausserdem mit rund 40 regionalen Entsorgungspartnern in der ganzen Schweiz zusammen, um alle leeren Flaschen möglichst effizient zusammenzutragen und zu den Sortierzentren zu transportieren.

  4. Sortierung

    Je nach Reinheitsgrad des Sammelgutes können in den fünf Schweizer Sortieranlagen bis zu 110‘000 Flaschen pro Stunde verarbeitet werden. Die Sortieranlagen scheiden Fremdmaterialien aus und sortieren die PET-Getränkeflaschen nach Farbe und Qualität. Nach der Sortierung hat das Sammelgut einen Reinheitsgrad von bis zu 99,8 Prozent. PET-Recycling Schweiz legt viel Wert darauf, dass alle Recycling-Schritte in der Schweiz erfolgen können. Mit der Eröffnung der zwei hochmodernen Sortieranlagen in Frauenfeld (2015) und Grandson (2016) konnte ein wichtiger Beitrag zur nachhaltigen Einhaltung dieses Ziels gemacht werden.   

  5. Rückgewinnung

    Das sortierte Sammelgut wird in den zwei Schweizer Recyclinganlagen geschreddert, von Deckeln und Etiketten getrennt und anschliessend in einem mehrstufigen Prozess zu Rezyklat weiterverarbeitet. Das PET-Rezyklat wird in zwei Qualitätsstufen unterteilt:  lebensmitteltaugliches PET mit einem Reinheitsgrad von über 99,95 Prozent und nicht lebensmitteltaugliches PET. Aus dem lebensmitteltauglichen Rezyklat können neue Getränkeflaschen hergestellt werden. Der Rest wird zu Fasern, Folien usw. verarbeitet. Während der Rückgewinnung gehen ca. 8 Prozent des Materials verloren (Deckel, Etiketten, Restflüssigkeiten usw.). Das aus Deckeln gewonnene PE-Material wird ebenfalls rezykliert. 2016 konnten 82 Prozent der verkauften PET-Getränkeflaschen rezykliert werden. 

  6. Produktion

    Nur die Separatsammlung – also die Trennung durch die Konsumenten – in Kombination mit modernen Sortier- und Recyclinganlagen macht es möglich, dass aus der Hälfte des Rezyklats  neue PET-Getränkeflaschen entstehen.

Fremdstoffe

Zusammen mit den rund 41‘000 Tonnen PET-Getränkeflaschen gelangen auch sehr viele Fremdstoffe in die PET-Sammlung. Dazu gehören Fehlwürfe, aber auch illegal entsorgter Abfall. Fremdstoffe sind eine grosse Belastung für PET-Recycling Schweiz. Je höher ihr Anteil, desto schwieriger und teurer ist die Sortierung und Aufbereitung des PET-Sammelgutes.

Fremdstoffe sind aber nicht nur ein ärgerlicher Kostenfaktor, sie gefährden sogar den geschlossenen Flaschenkreislauf. Weil PET-Getränkeflaschen Lebensmittelverpackungen sind, gelten für das Recycling sehr strenge Hygiene- und Produktionsvorschriften. Deshalb darf für die Herstellung von lebensmitteltauglichem PET-Rezyklat nur Sammelgut aus zertifizierten Sammelsystemen, zum Beispiel aus der Separatsammlung von PET-Recycling Schweiz, verwendet werden. Nur dieses ermöglicht es den Verwertern, den geforderten Reinheitsgrad von 99,95 Prozent zu erreichen. PET-Getränkeflaschen aus gemischten Sammlungen sind zu stark mit Fremdstoffen verschmutzt und dürfen nicht für die Produktion von neuen PET-Getränkeflaschen verwendet werden. Diese Anforderungen dienen dem Schutz der Konsumentinnen und Konsumenten.


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