Weniger CO2 dank der Kreislaufflasche

Umweltschutzmassnahmen sind oft mit Verhaltensänderungen verbunden. Das ist nicht immer einfach. Das korrekte Sammeln von PET-Getränkeflaschen ist aber eine Massnahme, die ohne Komfortverlust in den Alltag integriert werden kann.

Immer grössere Teile der Bevölkerung möchten ihren Konsum nachhaltiger gestalten. Verhaltensänderungen sind aber oft schwer umzusetzen. Insbesondere dann, wenn der persönliche Komfort eingeschränkt wird und auf ganz alltägliche Dinge verzichtet werden muss. Der Unterwegskonsum ist ein Paradebeispiel dafür: Einerseits müssen Lebensmittel und Getränke stabil und hygienisch verpackt sein, damit sie beim Transport nicht beschädigt werden. Andererseits sollen Verpackungen leicht und nachhaltig sein und man sollte sie überall bequem der Verwertung zuführen können.

Sammlung und Verwertung

PET-Recycling Schweiz arbeitet täglich daran, dass zumindest die PETGetränkeflasche – die beliebteste Getränkeverpackung der Schweiz – noch nachhaltiger wird. PET-Recycling Schweiz verfolgt dafür mehrere Ziele: Erstens soll es möglichst einfach sein, gebrauchte PET-Getränkeflaschen zurückzugeben. Über 50’000 Sammelstellen – Tendenz steigend – mit kostenloser Rückgabemöglichkeit sind das Herzstück dieser Strategie. Zweitens wird eng mit der PET-Branche zusammengearbeitet, um das «Design for Recycling» weiter zu fördern. In den letzten Jahren konnten so beispielsweise der Materialeinsatz pro Flasche reduziert und die Rezyklierfähigkeit verbessert werden. Drittens investiert die PET-Verwertungsbranche der Schweiz laufend in neue Infrastruktur. Seit 2015 wurden zwei neue Sortieranlagen erstellt und in Bilten (GL) wird im April eine topmoderne Verwertungsanlage eingeweiht.

Kreislaufflasche ist Realität

Aktuell erreicht die Schweiz eine Verwertungsquote von 83 Prozent. Dank der Investitionen in die Technik kann ein immer grösserer Anteil des PET-Rezyklats für den geschlossenen Flaschenkreislauf verwendet werden. Aus der «Einwegflasche» ist eine «Kreislaufflasche» geworden.

Mehr Recycling, weniger CO2

Während im Parlament noch lange heftig diskutiert wird, wann, wo, wie viel und ob überhaupt CO2 eingespart werden soll, macht die PET-Verwertungsbranche Nägel mit Köpfen: 138’000 Tonnen Treibhausgase konnten durch das PET-Recycling im Jahr 2018 eingespart werden. Das entspricht 43 Millionen Liter Erdöl. PET-Recycling ist eine ganz einfache CO2-Senkungsmassnahme, die ohne staatlichen Zwang funktioniert und die jede und jeder in den Alltag integrieren kann – und das ohne Einschränkung des persönlichen Komforts.


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