Recycling-Projekt erobert Zürich

Ein Postulat an den Stadtrat in Zürich fordert, dass die SBB-Recycling-Abfallbehälter auch in der Stadt eingesetzt werden sollen. Es wurde am 19. Juni oppositionslos überwiesen.

Das Postulat der Zürcher Gemeinderäte Sebastian Vogel (FDP) und Guido Hüni (GLP) fordert den Stadtrat auf zu prüfen, wie ein Pilotversuch für die getrennte Sammlung von Wertstoffen im öffentlichen Raum gestartet werden kann. Dieser soll in Zusammenarbeit mit professionellen Recycling-Organisationen, wie beispielsweise PET-Recycling Schweiz, durchgeführt werden.

Grosses Potential zur Abfallreduktion

Drei SBB-Recyclingstationen an drei grossen Haltestellen des öffentlichen Verkehrs in Zürich sind für das Pilotprojekt vorgesehen. Es soll herausgefunden werden, ob die Stadt mit bescheidenem Aufwand den Anteil an wiederverwertbaren Wertstoffen steigern kann. Zahlen aus dem Bericht «Abfallanalyse ERZ 2013» zeigen, dass alleine mit SBB-Recyclingstationen (Papier, Aluminium, PET) in der Stadt Zürich zwischen 20 bis 30 Prozent des Abfalls effektiv dem Recycling zugeführt werden könnten.

Für dieses Vorgehen hat die Stadt Zürich zwei Jahre Zeit. Stadtrat und Tiefbauvorsteher, Richard Wolff, und Direktor Entsorgung und Recycling, Daniel Aebli, haben sich bereits positiv zu diesem Pilotprojekt geäussert. PET-Recycling Schweiz wird in einem nächsten Schritt, zusammen mit IGORA, den Kontakt aufnehmen, um das Projekt gemeinsam aufzugleisen.

Die SBB-Recycling-Abfallbehälter werden für ein Pilotprojekt in Zürich nicht an Bahnhöfen, sondern an grossen Haltestellen des öffentlichen Verkehrs eingesetzt